Dienstag, 21. November 2017

Atemschutz

Die Brandbekämpfung gehört zu den elementaren Aufgaben der Feuerwehren.

Auch wenn Brandeinsätze nur noch einen geringen Anteil am Gesamteinsatzaufkommen ausmachen, so ist für diese gefährlichen Einsätze eine spezielle Ausrüstung und Ausbildung der Einsatzkräfte erforderlich. Gerade im Hinblick auf neue Bau- und Verbundstoffe, bei deren Verbrennung hochtoxische Brandgase entstehen, ist ein Einsatz ohne Atemschutz heutzutage nicht mehr denkbar.

Dafür sind in der Feuerwehr Hammah viele Feuerwehrmitglieder als Atemschutzgeräteträger ausgebildet, um im Brandfall eine Personenrettung bzw. einen Gebäude-Innenangriff unter umluftunabhängigem Atemschutz durchzuführen.

Das LF 10/6 der Hammaher Feuerwehr ist hierzu mit 2 Atemschutzgeräten ausgestattet, die ein Ausrüsten der Feuerwehrkräfte bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle ermöglichen. Zwei zusätzliche Geräte befinden sich im Geräteraum des Fahrzeugs.

Zusätzlich zu den jeweiligen Atemschutzgeräten führt ein Einsatztrupp (bestehend aus zwei Personen) immer zusätzliche Sicherungsmaterialien, wie z. B. Feuerwehraxt, Sicherungsleinen, Funkgerät, Fluchthauben, einen mobilen Rauchverschluss und einen bereits wassergefüllten Schlauch mit sich.

Die Einsatzdauer eines Atemschutztrupps beträgt auf Grund der hohen Belastung und der begrenzten Atemluft in den Flaschen ca. 30 Minuten.

Die Ausbildung der Feuerwehrleute erfolgt in einem speziellen Lehrgang mit theoretischer, vor allem aber auch praktischer Komponente. Hierbei werden realitätsgetreue Brandsituationen u.a. in einem Brandsimulator und der Atemschutzübungsstrecke durchgeführt.

Zusätzlich haben einige Atemschutzgeräteträger einen Lehrgang "Gefährliche Stoffe" besucht und eignen sich somit als Träger von Chemieschutzanzügen.

Zur Überprüfung der extremen körperlichen Belastbarkeit müssen alle Atemschutzgeräteträger regelmäßig zu einer speziellen medizinischen Untersuchung.

 

Atemschutzbeauftragter

Frank Ruff
 
 
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