Donnerstag, 21. November 2019

Chronik

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Im Jahre 1943 wurden wieder Dienstgrade verändert und der Polizei angepaßt. Es hieß jetzt Unterwachtmeister, Rottwachtmeister, Wachtmeister, Hauptwachtmeister, Meister der Feuerwehr.

Gott sei Dank wurden im Dorf Hammah keine Brandbomben abgeworfen. Wohl fielen 1941/1942 über 100 Brandbomebn ca. 150 m südlich vom Westerende in die Wiesen. Sie richteten aber keinen Schaden an.

Nach dem Einmarsch der Engländer in Hammah gab es keinen Brandschaden. In vielen Dörfern in der Umgebung wurden etliche Häuser und Gehöfte durch Beschuß ein Raub der Flammen.

Nach dem Kriege wurde das Feuerlöschwesen neu organisiert.

Die Feuerwehren schieden aus der Polizei aus und wurden eine Einrichtung der Gemeinde. Es musste nun eune weiße Armbinde mit der Aufschrift "Fireman" getragen werden. Am Stahlhelm stand "Civil fire service". An der Mütze wurde das springende Pferd und eine gelb-weiße Kokarde getragen. Die Dienstgrade wurden wieder in Feuerwehrmann, Oberfeuerwehrmann, Brandmeister und Oberbrandmeister geändert.

 

 

Brandmeister Dietrich Schlichting bat Ende 1945 um seine Entlassung. Sein Nachfolger wurde 1946 der Kaufmann Johannes Gooßen, der 1947 auch zum Unterkreisbrandmeister ernannt wurde.
Der Unterkreis bestand aus den Wehren der Dörfer Wiepenkathen, Heinbockel, Düdenbüttel, Mittelsdorf, Groß Sterneberg und Hammah.

 

Brandmeister wurde der Bauingenieur Hermann Süling.

Brände gab es immer wieder. Sie können jedoch nicht alle hier aufgeführt werden.

Die alte Motorspritze war mittlerweile 23 Jahre alt und kam von einem Einsatz defekt zurück. Dafür wurde 1946 eine gebrauchte Kleinkraftspritze Marke "Amag Hilpert" und ein gebrauchter Anhänger gekauft.

Letzterer kostete 5 kg Fett, für die damalige Zeit ein Wert von ca. 1000,- RM. Eine Sirene wurde 1947 gekauft und auf dem schlauchtrockengerüst montiert.

Als Zugkraft für den Anhänger wurde ein Pkw der Marke Wanderer, Baujahr 1939 erworben. Es handelte sich um einen Sechssitzer aus Wehrmachtsbeständen. Er kostete 3000,- RM und wurde vom Brandmeister aus eigener Tasche bezahlt.

1951 verschwanden endlich wieder die Benzinmarken und nun konnte der Übungsdienst voll durchgeführt werden.

Im Jahre 1947 wurde das 50jährige Bestehen der Wehr gefeiert. Nachbarwehren waren erschienen um mitzufeiern. Allein 27 Ehrenpforten waren im Dorf aufgestellt.

 

Ein langer Umzug bewegte sich durch das Dorf. Voran marschierte der Ehrenkreisbrandmeister Hein von Busch, der Kreisbrandmeister Heyderich und der Gemeindebrandmeister Gooßen.

 

Der alte Wanderer-Pkw mit den drei noch lebenden Gründungsmitgliedern Johann Seeba, Martin Holst und Hermann Spreckels folgten. Danach marschierten die Mitglieder aller Wehren. Im Anschluß daran fanden Schauübungen der Wehren auf dem Sportplatz hinter der Gastwirtschaft Meier statt. Natürlich wurde Molkebier und selbstgebrannter Korn getrunken.

Am 21.03.1949 trat das neue Feuerschutzgesetz für das Land Niedersachsen in Kraft. Die Wehr bestand aus 27 aktiven Wehrmännern, davon waren 6 Handwerker, 14 Landwirte, 1 Arbeiter, 3 Angestellte und 3 Gewerbetreibende. Die Gemeinde bestand zu dieser Zeit aus 965 Einwohnern und hatte noch 121 Weichdächer.

Am 11.06.1950 fand in Hammah eine wichtige Tagung der Unterkreisbrandmeister statt. Unter Vorsitz von Kreisbrandmeister Heyderich wurde beschlossen, den 1939 aufgelösten Kreisfeuerwehrverband neu zu gründen. Dies geschah im nächsten ahr auf dem Kreisfeuerwehrtag in Horneburg.

1953 wurde der Gemeindebrandmeister Johannes Gooßen zum stellvertretenden Kreisbrandmeister für Stade-Nord gewählt. Die Schwinge war die Grenze zwischen dem Nord- und Südkreis.

Am Himmelfahrtstag veranstaltete die Feuerwehrkameradschaft eine Kegeltour und beschloss, in Hamah einen Kegelverein zu gründen. Wieder in Hammah angekommen, wurde sogleich mit dem Gastwirt Klaus Meier verhandelt. Dieser erklärte sich bereit, eine Kegelbahn zu bauen. Leider dauerte es bis zur Fertigstellung zwei Jahre, da die Gastwirtschaft Meier im August durch Blitzschlag abbrannte.

Es war schon lange ein Wunsch der Feuerwehr, ein größeres Gerätehaus zu besitzen. Leider waren die Finanzen des Dorfes sehr angespannt. Nach der Währungsreform mussten viele, während des Krieges zurückgestellte Maßnahmen fertiggestellt werden.

1954 wurden die Grundsteuern um 30 Prozent angehoben, um ein Gerätehaus finanzieren zu können. Da die Gemeinde Himmelpforten keine Mittel zum Bau einer Brücke über den Düdenbütteler Bach zur Verfügung stellen konnte, wurde das Geld für den finanziellen Anteil der Hammaher 1955 zum Bau eines neuen Gerätehauses mit Wohnung verwendet. Im Keller wurde eine Zisterne mit 75 qm Fassungsvermögen gebaut.

Der Landkreis gab einen Zuschuß von 2800,- DM und die Brandkasse gab einen günstigen Kredit von 5000,- DM.

Es wurde eine Altersabteilung gegründet, in der alle nach 1955 ausscheidenden Kameraden übernommen.

Im Jahre 1961 wurde Hammah zum Feuerwehr-Stützpunkt erklärt. Nun konnte die Gemeinde bei Anschaffungen zum Feuerschutz höhere Beihilfen bekommen.

Am 01.09.1962 bekam die Wehr ein modernes LF8, ein Opel-Blitz-Fahrgestell mit einem Bierstedtaufbau und einer Balke-Vorbaupumpe für 24.000,- DM. Der Landkreis gab einen Zuschuß von 8.360,- DM und aus der Feuerschutzsteuer bekam die Gemeinde 4.000,- DM. Zu bemerken sei noch, dass damals von den verschiedenen Ausschüssen des Gemeinderates zwei LF8 gekauft wurden, was für viel Aufregung und Wirbel innerhalb der Gemeinde sorgte.

In den Jahren 1960/62 wurde Hammah an das zentrale Wasserversorgungsnetz angeschlossen. Nun war die Wasserversorgung bei den Bränden geregelt, da in den trockenen Sommern die Feuerlöschteiche nur eine geringe Wassermenge hatten. Im Ort wurden viele Ober- und Unterflurhydranten angelegt.

 

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