Samstag, 19. Januar 2019

Chronik

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Bei der Flutkatastrophe am 16./17. Februar 1962 wurde die Wehr im Raum Kehdingen eingesetzt. Für die von der Überschwemmung durchnässten Heuhaufen in den Scheunen auf Krautsand bestand die Gefahr der Selbstentzündung. Es musste deshalb von uns umlagert werden.

16 Wehrmänner wurden mit der Flutmedaille ausgezeichnet.

Aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe wurde im Nordbereich des Landkreises die II. Feuerwehrbereitschaft aufgestellt. Eine Gruppe der Feuerwehr Hammah wurde in diese eingegliedert. Als Führer der II. Bereitschaft wurde der Gemeindebrandmeister Johnnes Gooßen ernannt. Ein für den Melder der II. Bereitschaft bestimmtes Motorrad wurde im Gerätehaus untergestellt. Ferner wurde die Wehr mit Wettermänteln, Gummistiefeln, Kochgeschirren, Handlampen, Blinkerkellen und einem Werkzeugkasten vom Landkreis ausgerüstet.

Nun benötigte die Wehr einen Gerätewart. Als erster Gerätewart wurde Heinrich Eckhoff gewählt.

Als auf einer Gemeindebrandmeistertagung im Oktober 1966 in Hammah der Kreisbrandmeister Heyderich nach 28jähriger Tätigkeit sein Amt zur Verfügung stellte, wurde der Hauptbrandmeister Johannes Gooßen zum neuen Kreisbrandmeister gewählt. Die Amtsübergabe erfolgte während eines Übungstages des Feuerwehrflugdienstes Niedersachsen am 1. April 1967 in einem Flugzeug in 1000 m Höhe über dem Wohnsitz von Johannes Gooßen. Dies war wohl eine einmalige Amtsübergabe in der Geschichte der Feuerwehr.

 

 

Dietrich von Bargen wurde 1967 zum Gemeindebrandmeister von Hammah gewählt und übernahm im Herbst 1967 auch das Amt des Unterkreisführers. Hermann Süling blieb Stellvertreter, gab sein Amt 1970 nach 25jähriger Tätigkeit ab. Zum neuen Stellvertreter wurde Johann Spreckels gewählt.

Ausrüstung und Beschulung wurden ständig weitergeführt. Das Löschfahrzeug wurde mit einem Funkgerät ausgerüstet, außerdem erhielt die Wehr ein Schaumlöschgerät und 3 Preßluftatmer. Führungslehrgänge an der Feuerwehrschule Celle, Erste-Hilfe-Lehrgänge, Atemschutzlehrgänge und Maschinistenlehrgänge wurden von den Wehrmännern besucht.

Auch an Feuerwehrwettkämpfen beteiligte sich die Wehr. So konnte auf Kreisebene einmal ein 3. Platz, zweimal ein 2. Platz und einmal ein 1. Platz errungen werden. Dies ist ein Zeichen für die Aktivität der Wehrmänner

Die Wehr wurde bei vielen Bränden und Hilfeleistungen gefordert. Auch bei den Deichbrüchen 1968 an der Oste bei Brobergen und Kranenburg war die Wehr Hammah im Einsatz.

Bei der Gemeindereform 1972 wurde die Samtgemeinde Himmelpforten der Feuerschutzträger. Jetzt gab es den Namen Ortswehr und Ortsbrandmeister.

Das 75jährige Bestehen der Wehr 1972 wurde mit dem 50jährigen Bestehen des MTV Hammah zusammengefeiert. Am 01.07.1972 wurden Feuerwehrwettkämpfe durchgeführt. Am 02.07.1972 fand ein Festakt in der Schule statt.

Da von den Wehrmännern in den letzten Jahren Geld für eine Standarte gestiftet worden war, sie diese auch zum Fest bekommen hatten, fand die Standartenweihe am Nachmittag dieses Tages auf dem Sportplatz statt. Die Standarte hatte 1.350,- DM gekostet und bekam an diesem Tag schon 23 Fahnennägel.

Ein Umzug durch das Dorf folgte. Im Anschluß daran wurden auf der Schomackerschen Hofweide Schauübungen gezeigt, die von den Wehren Hagenah, Düdenbüttel, Himmelpforten, Bützfleth, Stade und Hammah gestaltet wurden. Mit einem Fackelzug und Zapfenstreich endete das Jubiläum.

Bedingt durch einen trockenen Sommer kam es im August 1976 zu größeren Waldbränden im Regierungsbezirk Lüneburg. Die Feuerwehrbereitschaften des Landkreises Stade kamen dort zum Einsatz, darunter auch die Wehr Hammah mit dem LF8 und einer Gruppe mit dem Gruppenführer Martin Breuer, sowie dem Krad mit Melder.

Kurz vor Weihnachten 1975 bekam die Wehr eine neue TS 8 (Tragkraftspritze) vom Typ Metz

Johann Spreckels wurde zum Zugführer des 2. Zuges der II. Bereitschaft ernannt.

Am 3. Januar 1976 wurde die Feuerwehr bei der Sturmflut an der Elbe eingesetzt. Dieses geschah im Rahmen der Bereitschaft.

Die Deiche mussten geschützt werden, doch die Flut war stärker und in Drochtersen brachen die Elbdeiche an vielen Stellen. Einige Wehrmänner standen dabei bis zum Bauch im kalten Wasser. Vieh musste gerettet werden und viele Keller wurden in Drochtersen ausgepumpt. In den darauffolgenden Tagen wurde die Gruppe in Assel und auf Krautsand eingesetzt.

Insgesamt fuhr die Gruppe acht Einsätze bei der Sturmflut unter wechselnder Besatzung.

 

 

Da der Kreisbrandmeister Johannes Gooßen sich bei der Sturmflut tatkräftig eingesetzt hatte, wurde er vom Bundespräsidenten Scheel eingeladen.

Johannes Gooßen trat am 31.03.1978 nach 11jähriger Tätigkeit als Kreisbrandmeister und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er wurde zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt.

Das Bundesverdienstkreuz wurde ihm 1979 verliehen. Mit dem Feuerwehrabzeichen der Klasse 1 und 2 war er bereits ausgezeichnet worden. Zu seinem Nachfolger wurde Theo Dankert aus Bützfleth gewählt

Auf Grund der Strahlenschutzverordnung wurden wegen der Nähe zum Kernkraftwerk Stade 1978 im Landkreis Stade 3 Strahlenmeßwagen angeschafft. Diese Einsatzfahrzeuge wurden in Jork, Kutenholz und Hammah stationiert und mit Geräten zur Messung radioaktiver Strahlung und mit Schutzausrüstung der Besatzung ausgerüstet.

Aus Platzmangel wurde das Fahrzeug zunächst in der Garage von Hans Rinck untergestellt.

Einige junge Kameraden nahmen an einem Strahlenschutzlehrgang in Celle teil.

 

Um den Meßwagen im Gerätehaus unterstellen zu können, musste dieses umgebaut werden. Ein Aufenthaltsraum, die Waschküche und anders wurden abgerissen. Es wurden zwei große Türen eingebaut. Die Gesamtbaukosten betrugen 20.000,- DM.

 

 

Dazu leisteten die Wehrmänner 553 Arbeitstunden. Zusätzlich wurde ein Funkmeldeempfänger an der Sirene angebaut, wodurch diese von der FTZ ausgelöst werden konnte.

 

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