Mittwoch, 19. Juni 2019

Chronik

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Die Einsatzbereitschaft junger Menschen, in den freiwilligen Hilfsorganisationen mitzuarbeiten, wurde mit dem wachsenden Wohlstand immer geringer. So beschloss die Bundesregierung, dass junge Männer vom Wehrdienst freigestellt würden, wenn sie sich verpflichteten, mindestens 10 Jahre in diesen Organisationen mitzuarbeiten. Dieses wurde auch von einigen Kameraden unserer Wehr wahrgenommen, die schon hier ihren Dienst taten. Sie wurden vermehrt in der Strahlenschutzgruppe, der Atemschutzgruppe und der Bereitschaft eingesetzt.

 

 

Da der Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Himmelpforten, Helmut Burfeind, 1982 verstarb, wurde 1983 Dietrich von Bargen zum neuen Gemeindebrandmeister gewählt. Sein Amt als Ortsbrandmeister musste er dadurch abgeben. Zu seinem Nachfolger wurde sein Stellvertreter Johann Spreckels gewählt. Stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Martin Breuer.

 

Obwohl das 21 Jahre alte Feuerwehrfahrzeug noch immer sicher und zuverlässig seinen Dienst versah, entsprach es nicht mehr den neuen Sicherheitsvorschriften. Da die Sicherheit bei Einsatzfahrten Vorrang haben muss, wurde für 105.000,- DM ein neues Fahrzeug von der Samtgemeinde für die Ortswehr Hammah angeschafft. Es ist ein mittelschweres LF-8-Mercedes Fahrzeug mit einem Schlingmann-Aufbau.

Am 05.02.1983 wurde es aus Dissen, am Teutoburger Wald, unter echt winterlichen Straßenverhältnissen von Kameraden der Hammaher Wehr abgeholt.

Am 20.02.1983 wurde das Fahrzeug im Rahmen einer Feierstunde an den Hammaher Ortsbrandmeister Johann Spreckels übergeben.

Eine ständige Aus- und Fortbildung der Wehrmänner ist erforderlich, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Deshalb müssen immer wieder Funk-, Maschinisten-, Atemschutzgeräteträger- und Gerätewartlehrgänge sowie Erste-Hilfe-Lehrgänge durchgeführt werden.

Bei Brandeinsätzen und Hilfeleistungen werden die Feuerwehrkameraden jedes Jahr neu gefordert. Sie leisten zwischen 1.200 und 2.000 Stunden.

Ein außergewöhnlicher Einsatz war der 220. Starfighterabsturz in Groß Sterneberg im Juli 1984, bei dem zwei Menschen den Tod fanden.

Aus Altersgründen trat Dietrich von Bargen als Gemeindebrandmeister zurück. Er war lange Jahre Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes und wurde 1980 mit dem silbernen Feuerwehrabzeichen ausgezeichnet.

Zu seinem Nachfolger wurde Ehrich Meyer aus Breitenwisch gewählt.

Auch in der Hammaher Wehr gab es 1989 einen Führungswechsel. Johann Spreckels und Martin Breuer stellten sich aus Altergründen nicht wieder zur Wahl.

 

 

Zum Ortsbrandmeister wurde Hans-Hermann Richter und zu seinem Stzellvertreter Hartmut Elfers gewählt.

Durch den Zusammenschluß der beiden deutschen Staaten kam es 1990 zu einer Partnerschaft zwischen den Dörfern Hammah im Kreis Stade und Hamma im Kreis Nordhausen. Um jedoch einen Partnerschaftsvertrag mit Leben zu erfüllen, mussten die Menschen in den Dörfern sich kennenlernen.

Die Mitglieder der Wehren luden sich gegenseitig ein und feierten zusammen. Man hörte von den Sorgen der dortigen Wehr, deren Geräte veraltet waren.

Von der Engelschoffer Wehr, die ein neues Einsatzfahrzeug bekommen hatten, konnte das alte Fahrzeug von der Gemeinde Hammah erworben werden. Von einigen Kameraden der Hammaher Wehr wurde es überholt und im Juni 1992 nach Hamma gebracht und der dortigen Wehr übergeben.

Die Gemeinde Hammah hatte das Klöfkornsche Bauernhaus gekauft und es zu einem Rathaus umgebaut. Nun wurde das alte Jugendheim, in dem sich vorher das Gemeindebüro befand, verkauft. da sich die Heizung im danebenliegenden Gerätehaus befand, interessierte sich der Käufer auch für dieses Gebäude. Der Feuerwehr war das Gerätehaus zwischenzeitlich zu klein geworden und es entsprach nicht mehr den geforderten Unfallverhütungsvorschriften.

Nun wurde der Neubau eines Gerätehauses erwogen.

Durch den Verkauf der beiden Gebäude und einen Zuschuss des Landkreises von 42.000,- DM kam der größte Teil der Baukosten zusammen. Da die Gemeinde einen Bauplatz zur Verfügung stellen konnte und die Genehmigungen schnell erteilt wurden, begannen die Bauarbeiten schon im Frühjahr 1994. Viele Arneiten wurden von den Wehrmännern übernommen und ausgeführt. Es waren Arbeiten wie Abschieben des Mutterbodens, Sand auffüllen, Planieren und Rütteln, Fundamente schütten, die Bodenplatte betonieren, Klempnerarbeiten, Elektroarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Heizungsarbeiten in Zusammenarbeit mit einer Firma, Putzen, Tapezieren, Fußbodenarbeiten und Malerarbeiten. Dazu kamen Außenarbeiten wie die Herstellung des Pflasters und der Gartenanlagen.

Am 27.07.1994 konnte schon Richtfest gefeiert werden. Die Einweihung war am 10. Juni 1995.

Die Gesamtkosten des Neubaus betrugen 420.000,- DM. Zusätzlich zu diesen Kosten wurden 5.000 Stunden Eigenarbeit von den Wehrmännern im Werte von 250.000,- DM geleistet.

Das Gerätehaus wurde mit einer großen Garage, einem Unterrichtsraum, einer Teeküche, einem Führungszimmer und sanitäre Einrichtungen gebaut und hat eine Grundfläche von 200 qm. Es wurde für die Zukunft geplant und gebaut. Architekt war Bernd Mügge aus Hammah.

 

Über 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hammah bedeuten verantwortungsbewußten Einsatz und stete Bereitschaft im Dienst dür die Allgemeinheit zum Schutze und Sicherung ihrer Bürger. Aus einigen Familien ist es die 4. Generation, die nach dem Grundsatz HELFEN, RETTEN, LÖSCHEN, BERGEN freiwillig ihren Dienst in der Wehr absolvieren

Viele Wehrmänner haben in vorbildlicher Kameradschaft selbstlos ihren Mitmenschen in Not und Katastrophensituationen geholfen und werden es weiterhin tun.

 

Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr

 

 

Anbei die Bilder dieser Chronik in einer Übersicht:

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